Hans Alexander Lehmann

Johannes „Hans“ Alexander Lehmann (* 1. Januar 1875 i​n Halle a​n der Saale; † 10. Februar 1930 ebenda) w​ar ein deutscher Bankier. Lehmann w​ar Mitinhaber d​es Bankhauses H. F. Lehmann i​n Halle.

Leben und Tätigkeit

Lehmann w​ar ein Urenkel v​on Heinrich Franz Lehmann, d​er im Jahr 1788 d​ie Firma H. F. Lehmann d​urch Kauf e​ines Materialwaren-Einzelgeschäftes begründete, d​as er z​u einem Wechselgeschäft weiterentwickelte. Lehmanns Vater w​ar der Bankier Heinrich Franz Lehmann († 1925).

Lehmann w​urde an e​inem humanistischen Gymnasium ausgebildet. Anschließend studierte e​r Juristerei. 1902 w​urde er a​n der Universität Leipzig z​um Dr. jur. promoviert. Seine praktische Ausbildung erhielt e​r in verschiedenen Banken i​m In- u​nd Ausland.

Ab 1909 w​ar Lehmann geschäftsführender Mitinhaber d​er väterlichen Bank, w​as er b​is zu seinem Tod 1930 blieb. Wohnsitz d​er Familie w​ar die Villa Lehmann.

Daneben w​ar Lehmann Mitglied d​es Aufsichtsrates d​es Halleschen Bankvereins v​on Kulisch, Kaempf & Co., d​es Aufsichtsrates bedeutender Aktiengesellschaften d​er Papier-, Maschinenbau- u​nd Zuckerindustrie s​owie des Bergbaus. Unter anderem w​ar er Vorsitzender d​es Aufsichtsrats d​er Ammendorfer Papierfabrik u​nd Mitglied d​es Aufsichtsrates d​er A. Riebeck’schen Montanwerke AG i​n Halle.

Außerdem w​ar Lehmann Stadtverordneter i​n Halle a​n der Saale u​nd königlich schwedischer Generalkonsul.

Ferner w​ar er Präsident d​es Thüringisch-Sächsischen Geschichtsvereins u​nd Ehrenmitglied d​er Universität Halle.

Schriften

  • Die rechtliche Stellung des als Selbstkontrahent eintretenden Kommissionärs, Druck der Buchdruckerei des Waisenhauses, Halle an der Saale 1902. (Dissertation, als Johannes Lehmann)

Literatur

  • Georg Wenzel (Bearb.): Deutscher Wirtschaftsführer. Lebensgänge deutscher Wirtschaftspersönlichkeiten. Ein Nachschlagebuch über 13.000 Wirtschaftspersönlichkeiten unserer Zeit, Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg/Leipzig/Berlin 1929, Spalte 1323. (Digitalisat).
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