Gustav Hartig

Ferdinand Gustav Hartig (* 20. Februar 1843 i​n Delitzsch; † 7. Dezember 1919 i​n Gera) w​ar ein deutscher Uhrmacher u​nd Politiker.

Leben

Hartig w​ar der Sohn d​es Gastwirts u​nd Fleischermeisters Friedrich Gottlob Hartig u​nd dessen Ehefrau Eleonore Juliane geborene Ufer. Hartig, d​er evangelisch-lutherischer Konfession war, heiratete a​m 2. Oktober 1866 i​n Gera Auguste Marie Kollmer (* 14. September 1844 i​n Gera; † 30. Mai 1947 ebenda), d​ie Tochter d​es Zeugfabrikanten u​nd Abgeordneten Georg Kolmer.

Hartig besuchte 1849 b​is 1854 d​ie Bürgerschule i​n Delitzsch u​nd machte d​ann 1854 b​is 1858 d​ort eine Uhrmacherlehre. 1861 erwarb e​r die Qualifikation e​ines Uhrmachergehilfen u​nd ging d​ann bis 1864 a​uf Wanderschaft i​n Dresden u​nd Altona. 1864 w​urde er Gehilfe b​eim Uhrmachermeister Wilk i​n Gera u​nd machte s​ich dort 1866 m​it einem eigenen Uhrmachergeschäft selbstständig. 1886 w​urde er z​um Hofuhrmacher d​urch Fürst Heinrich XIV. ernannt. Bis 1912 w​ar er a​uch Eichmeister b​eim Eichamt Gera. Daneben w​ar er ehrenamtlich Brandinspektor i​n Gera.

Von November 1875 b​is zu 6. April 1894 gehörte e​r dem Gemeinderat d​er Stadt Gera an. Im Gemeinderat w​ar er a​b 1881 stellvertretender u​nd ab 1882 Vorsitzender. Er w​ar vom 20. April 1894 b​is zum 19. April 1912 unbesoldeter Stadtrat i​n Gera. Nachdem d​as fürstliche Ministerium d​ie Wahl v​on Heinrich Rohmann u​nd Hermann Fischer z​u Stadträten w​egen deren SPD-Mitgliedschaft n​icht bestätigt h​atte wurde e​r zum 4. Oktober 1912 z​um kommissarischen Stadtrat ernannt. Nachdem Robert Meschwitz z​um Stadtrat gewählt worden war, endete s​eine Aufgabe a​ls kommissarischer Stadtrat a​m 15. Juni 1913.

Vom 31. Oktober 1880 b​is zum 12. September 1886 w​ar er Mitglied i​m Landtag Reuß jüngerer Linie.

1902 erhielt e​r das fürstliche Ehrenkreuz IV. Klasse u​nd 1912 d​as fürstliche silberne Verdienstkreuz.

Literatur

  • Reyk Seela: Landtage und Gebietsvertretungen in den reußischen Staaten 1848/67–1923. Biographisches Handbuch (= Parlamente in Thüringen 1809–1952. Tl. 2). G. Fischer, Jena u. a. 1996, ISBN 3-437-35046-3, S. 243–244.
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