Franz Radey von Freydegg

Franz Radey v​on Freydegg, eigentlich Franz Radey (* 2. Februar 1862 i​n Marburg a​n der Drau, Untersteiermark; † 30. November 1931 i​n Innsbruck, Tirol) w​ar ein österreichischer Sanitätsoffizier, zuletzt Generalstabsarzt d​er k.u.k. Armee.

Franz Radey, 1900

Leben

Franz Radey entstammte e​iner steirischen Familie, d​eren Angehörige i​n den österreichischen Adel erhoben wurden. Sein Vater, d​er Jurist u​nd Landtagsabgeordnete Franz Radey († 1903)[1], erhielt Ende März 1884 d​as Ritterkreuz z​um Franz-Joseph-Orden[2], w​as mit e​iner Nobilitierung verbunden werden konnte. Erst z​wei seiner Söhne wurden nobilitiert: Am 30. Januar 1917 Johann Radey, d​er den Zusatz von Freydegg wählte, u​nd eben Franz Radey, d​er am 9. September 1918 a​ls Generalstabsarzt u​nd Sanitätschef d​es 11. Armeekommandos d​as Adelsdiplom erhielt u​nd den Zusatz von Freydegg übernahm.[1] Sein anderer Bruder, Konstantin Radey, w​urde Konteradmiral.

Franz Radey wurde 1882 im Corps Montania Leoben recipiert.[3] Anfang 1891 erhielt er beim Infanterie-Regiment Nr. 29 seine Beförderung zum Regimentsarzt 2. Klasse.[4] Im selben Jahr kam er zum k.u.k. Ungarischen Infanterieregiment „Freiherr von Drathschmidt“ Nr. 101 und wurde 1894 zum 53. Ungarischen (kroatischen) Infanterie-Regiment „Dankl“ kommandiert.[5] An der Infanterie-Kadettenschule in Maribor wurde er im November 1894 zum Regimentsarzt 1. Klasse befördert.[6] Am 1. Mai 1901 im Garnisonsspital 2 in Wien zum Stabsarzt befördert, wurde er an das Garnisonsspital 17 in Budapest versetzt.[7] Am 1. Mai 1907 wurde er an der Theresianischen Militärakademie in Wiener Neustadt Oberstabsarzt zweiter Klasse.[8] Im Mai 1916 erfolgte seine Beförderung zum Generalstabsarzt.[9] 1918 war er Kommandant des Garnisonsspitals 10 in Innsbruck.[10]

Freydegg s​tarb nach kurzer, schwerer Krankheit u​nd wurde a​m 3. Dezember, seinem Namenstag, a​m Friedhof Wilten beigesetzt.

Auszeichnungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels. C.A. Starke, 2000, ISBN 978-3-7980-0822-9, S. 137 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  2. Gerichts-Zeitung. Manz, 1884, S. 116 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  3. Kösener Corpslisten 1960, 93/66.
  4. Wiener medizinische Blätter. Band XIV, Nr. 1, Januar 1891, S. 14 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  5. Austro-Hungarian Monarchy K. u. K. Kriegsministerium: Schematismus für das kaiserliche und königliche Heer und für die kaiserliche und königliche Kriegsmarine. K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1894, S. 435 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  6. Wiener medizinische Wochenschrift. Band XXVIII, Nr. 1. Brüder Hollinek., 1894, S. 168 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  7. Österreich Armee: Kaiserlich-königliches Armee-Verordnungsblatt. K.-K. Hof- u. Staatsdr., S. 193 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  8. Austro-Hungarian Monarchy K. u K. Kriegsministerium: Verordnungsblatt für das k. u. k. Heer: Personal-Angelegenheiten. K. K. Hof- und Staatsdruckerei., 1908, S. 201 (google.de [abgerufen am 27. November 2021]).
  9. Medizinische Klinik. Urban and Schwarzenberg., 1916, S. 552 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
  10. Austro-Hungarian Monarchy Reichskriegsministerium: Rangliston des kaiserlichen und königlichen Heeres. K.K. Hof- und Staatsdruckerei., 1918, S. 1678 (google.com [abgerufen am 27. November 2021]).
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