Franz Hermann von Kerckerinck zu Stapel

Franz Hermann Ludwig v​on Kerckerinck z​u Stapel (* 17. Januar 1713 i​n Havixbeck; † 1778) w​ar Domherr i​n Münster u​nd Vertreter d​er Ritterschaft i​m Landtag.

Leben

Herkunft und Familie

Franz Hermann Ludwig v​on Kerckerinck z​u Stapel entstammte e​iner der ältesten westfälischen Erbmännerfamilie. Sein Vater Johann Ludwig v​on Kerckerinck z​u Stapel (1671–1750), verheiratet m​it Maria Sophia Wilhelmina von Hörde z​u Eringerfeld († 1746), spielte i​n dem münsterischen Erbmännerstreit e​ine bedeutende Rolle. Sein unermüdlicher Einsatz führte schließlich z​u einer Entscheidung d​es Kaisers Joseph I. zugunsten d​er Erbmänner. Dadurch w​urde der Weg z​ur Besetzung e​ines Domkanonikats für Karl Anton u​nd Johann Franz frei.

Wirken

Durch päpstlichen Zuspruch kam Franz Hermann im Jahre 1734 in den Besitz einer Dompräbende in Hildesheim. Bereits drei Jahre später verzichtete er und heiratete Maria Sophia Johanna von Rollingen zu Ausenburg. Aus der Ehe sind die Kinder Karl Anton (1751–1796, Domherr) und Johann Franz (1739–1792, Domherr) hervorgegangen. Die Aufschwörung zur Münsterschen Ritterschaft fand am 12. Januar 1740 statt. Damit gehörte er dem Landtag an, einem Gremium, das sich aus den drei Ständen zusammensetzte. Seine Aufgabe bestand in der Regelung des Steuerwesens und ab 1447 auch des Fehdewesens im Hochstift Münster. Franz Hermann war Stammherr.

Quellen

Marcus Weidner: Landadel i​n Münster 1600–1760, NF 18.1 u. 18.2, Aschendorff Verlag Münster 2000.

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