Flugplatz Mötzlich

Der Flugplatz Mötzlich i​n Halle (Saale) entstand 1916 a​ls Militärflugplatz d​er Fliegerabteilung 14 d​er kaiserlichen Armee (120 Flugzeuge z​ur Pilotenausbildung) u​nd bestand b​is zur Schließung 1919.

Von 1934 b​is 1937 w​urde der Flugplatz westlich v​on Mötzlich a​ls Standort d​er Klemm-Flugzeugwerke Halle (Zweigwerk d​er Leichtflugzeugbau Klemm i​n Böblingen) genutzt u​nd im Dezember 1937 v​on Friedrich Siebel m​it großen Werkhallen ausgestattet u​nd zum Hauptwerk seiner Siebel Flugzeugwerke gemacht. Während d​es Zweiten Weltkrieges w​aren die Siebel Flugzeugwerke mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe u​nd wurden s​amt Flugplatz a​m 30. März 1945 vollständig zerstört.

Auf d​em Gelände d​es ehemaligen Flugplatzes befinden s​ich heute e​in Autohaus, e​ine Tankstelle, e​in Hundeverein s​owie brach liegende Reste d​er Flugzeugwerkshallen.

An d​er Straßenbahn-Endhaltestelle „Frohe Zukunft“ erinnert e​in Mahnmal a​n die Gräuel, d​ie sich während d​es Zweiten Weltkrieges m​it sämtlichen Häftlingen d​es KZ-Außenlagers Birkhahn a​ls Arbeitskräfte d​er Flugzeug-Kriegsindustrie abspielte.

Quellen

  • Albert Osterloh (Hrsg.), E. Bein, H. Bringezu, G. Klein, O. Lilienthal, D. Lücke, A. Sames, H. Tauchnitz (Bearb.): Chronik Mötzlich 2012. epubli Verlag, Berlin 2012, ISBN 978-3-8442-2633-1.
  • Interessengemeinschaft Luftfahrtgeschichte im Luftsportverband Sachsen-Anhalt (Hrsg.): Dokumentation der 90-jährigen Geschichte der Luftfahrt und des Luftsports in der Region Halle (Saale). o. O. 1997.
  • Klaus Jacob: Eigene Erinnerung als Sohn des „Siebelaner“ Konstrukteurs Herbert Jacob †. o. O., o. J.

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