Ernest Stanislas de Girardin

Ernest-Stanislas Marquis d​e Girardin (* 24. Juli 1802 i​n Paris; † 2. Januar 1874 ebenda), Marquis, w​ar ein französischer Politiker u​nd Senator. Er w​ar der Sohn v​on Cécile Stanislas Xavier d​e Girardin u​nd dessen Ehefrau Marie France Serres († 1855).

Ernest Stanislas de Girardin

Politisches Leben

Seine parlamentarische Laufbahn begann 1831 als Abgeordneter des Departements Charente in der Kammer. Er vertrat die liberale Opposition. Nach seiner Wiederwahl 1840 bekämpfte er die Politik von François Pierre Guillaume Guizot, weshalb er 1842 nicht wiedergewählt wurde. Nach der Revolution von 1848 war er für das Departement Charente Mitglied der verfassungsgebenden Versammlung (assemblée constituante) und der gesetzgebenden Versammlung (assemblée législative). Er vertrat einen Standpunkt der Mäßigung. Nach dem Staatsstreich vom 2. Dezember 1851 durch Charles Louis Napoléon Bonaparte, den späteren Napoléon III., war er Mitglied der beratenden Kommission. 1852 wurde er von Napoléon III. zum Senator ernannt.

1865 w​urde Ernest d​e Girardin z​um Offizier d​er Ehrenlegion ernannt. Ab 1870 w​ar er politisch n​icht mehr tätig.

Privatleben

Ernest d​e Girardin w​ar verheiratet m​it Anaïs Laure Pauline Gaudin († 1871). Das Ehepaar h​atte zwei Söhne, Stanislas Charles d​e Girardin u​nd Amable Louis Stanislas Léon d​e Girardin (* 1858), u​nd zwei Töchter.

Literatur

  • Jules Balteau, Michel Prévost, Roman d’Amat (Hrsg.): Dictionnaire de biographie française. Band 16: Gilbert–Guéroult. Letouzey et Ané, Paris 1985, ISBN 2-7063-0158-9, Sp. 200–201.
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