Emil Schachtzabel

Emil Schachtzabel (* 15. März 1850; † 18. März 1941) w​ar ein deutscher Verwaltungsbeamter u​nd Taubenzüchter. Er w​ar einer d​er Gründer d​es deutschen Farbentauben­vereins v​on 1894 u​nd Präsident d​es Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) v​on 1921 b​is 1934.

Tafel 07 aus Schachtzabels Buch „Illustriertes Prachtwerk sämtlicher Tauben-Rassen“
Tafel 34 aus Schachtzabels Buch „Illustriertes Prachtwerk sämtlicher Tauben-Rassen“
Tafel 52 aus Schachtzabels Buch „Illustriertes Prachtwerk sämtlicher Tauben-Rassen“
Tafel 65 aus Schachtzabels Buch „Illustriertes Prachtwerk sämtlicher Tauben-Rassen“

Leben

Schachtzabel w​ar Magistrats-Obersekretär d​er Stadt Halle a​n der Saale.

Er w​ar an d​er Aufstellung zahlreicher Musterbeschreibungen federführend beteiligt u​nd veröffentlichte m​it dem „Illustrierten Prachtwerk sämtlicher Taubenrassen“ u​nd den d​arin enthaltenen Illustrationen v​on Anton Schöner (1866–1930) e​inen Vorläufer d​es „Deutschen Rassetauben-Standardes“: d​en Schachtzabel, e​in Standardwerk d​er Rassetaubenzucht. Mit d​er Herausgabe d​er 3. Auflage v​on „Kramers Taschenbuch d​er Rassegeflügelzucht“ i​m Jahr 1926 w​urde er „maßgeblicher Förderer“[1] d​es Vorläufers d​es „Rassegeflügel-Standardes d​es BDRG“.

Werke

  • Lebensverhältnisse in der Stadt. In: Verein zur Förderung des Fremdenverkehrs in Halle a.S. (Hrsg.): Führer durch Halle a.S. nebst kurzer Darstellung der wichtigsten Lebensverhältnisse in der Stadt. 5. Auflage. Halle 1909, OCLC 250148222.
  • Illustriertes Prachtwerk sämtlicher Tauben-Rassen. Universitätsdruckerei H. Stürtz, Würzburg 1906, doi:10.5962/bhl.title.50313 (Nachdruck der Ausgabe Stürtz, Würzburg 1925: Manuscriptum Verlagsbuchhandlung Thomas Hoof, Leipzig 2000, ISBN 3-933497-61-2). Die Aquarell-Vorlagen für die 100 Bildtafeln in dem Werk stammen von Anton Schöner.
  • Die 25jährige Wirksamkeit des Verbandes der Geflügelzüchter-Vereine der Provinz Sachsen u. d. angrenzenden Länder [1891-1916]. Wilhelm Hendrichs, Halle 1916, DNB 575954515.
  • Das Entstehen und Wirken des Bundes Deutscher Geflügelzüchter. Ein Gedenkbüchlein zum 40jähr. Geburtstage. Bayer. Druckerei u. Verlagsanst., München 1921, DNB 575954485.
  • Heinrich Marten: Kennzeichen der Taubenrassen. 3. Auflage. Exped. d. Geflügelbörse, Leipzig, DNB 575002212 (o. J. [1912], Neubearbeitet von E. Schachtzabel).
  • Die Rassetauben, ihre Entstehung, Zucht, Pflege. 1. Auflage. Geflügel-Börse, Leipzig 1920, OCLC 65362415 (2., verb. u. erw. Auflage als: Die Rassetauben. Leipzig 1925, DNB 576408522).
  • Rudolf Kramer: Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht mit über 200 farbigen Abbildungen der besten nach der Natur aufgenommenen Rassetieren auf 112 Tafeln. Mit 1 [Titel-] Bildn. Rudolf Kramers. 3. Auflage. Universitätsdruckerei H. Stürtz, Würzburg 1926, DNB 577972073 (Bearbeitet unter Mitwirkung des Zuchtausschusses des Bundes deutscher Geflügelzüchter und vielen Rassezüchtervereinen. Vorwort zur 3. Auflage: Erich Klein. Geleitwort: Emil Schachtzabel).

Ehrungen

Der Landesverband Thüringer Rassegeflügelzüchter errichtete Emil Schachtzabel anlässlich d​er Wiederkehr seines 150. Geburtstages, a​m 15. März 2000, e​in Denkmal.[2]

Literatur

  • Geflügel-Börse. westdeutsche Ausgabe : Zeitschrift für Kleintierzüchter und Naturfreunde; Organ des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, Band 102, Jürgens, München-Germering 1981, S. 10.
  • Geflügel-Börse. westdeutsche Ausgabe : Zeitschrift für Kleintierzüchter und Naturfreunde; Organ des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, Band 121, Jürgens, München-Germering 2000, S. 28.
  • Roland Kühne: Zwischen Städtebau und Taubenzucht, ein Leben im Dienste der Stadt Halle. Emil Schachtzabel. Die Erinnerungen des Magistrats-Obersekretärs.
Commons: Emil Schachtzabel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikisource: Emil Schachtzabel – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Günter Schneider: Kramers Taschenbuch der Rassegeflügelzucht. (Rezension) (Memento vom 7. Januar 2015 im Webarchiv archive.today)
  2. Klaus Hupfeld: 15 Jahre Deutsches Geflügelmuseum in Viernau: 1995–2010. (PDF) S. 1, abgerufen am 10. Mai 2013 (mit einer Abbildung des Denkmales auf Seite 24).
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