Eduard von Tiesenhausen

Baron Eduard Caspar v​on Tiesenhausen (* 6. Oktoberjul. / 18. Oktober 1807greg. i​n Weißensee, Livland; † 23. Mai 1878 i​n Wiesbaden) w​ar ein baltischer Jurist.

Leben

Herkunft und Familie

Eduard w​ar Angehöriger d​es Adelsgeschlechts von Tiesenhausen. Er w​ar ein Sohn russischen Artillerie-Leutnants Georg Adolph v​on Tiesenhausen (1773–1821) a​uf Weißensee u​nd Hohenheyde s​owie der Charlotte Helene, geborene v​on Lesken, geschiedene von Schilling (1771–1839).

Er vermählte sich 1826 mit Josephine Freiin von Campenhausen (1811–1881). Aus der Ehe ging die Tochter Ernestine Josephine Baroness von Tiesenhausen (1843–1913) hervor, welche sich mit Archibald Maclean, of Coll († 1913) vermählte.

Werdegang

Tiesenhausen studierte i​n den Jahren 1824 b​is 1826 Jura i​n Dorpat.[1] Es schlossen s​ich Studien i​m Ausland an, i​n deren Ergebnis e​r zum Dr. jur. e​t phil. promoviert wurde.

Seit 1839 bzw. 1866 w​ar er i​m Besitz d​er väterlichen Güter Weißensee u​nd Hohenheyde.[2]

Tiesenhausen w​ar Assessor d​es Landgerichts i​n Wenden, Sekretär d​es Kreisgerichts i​n Lemsal, Hofgerichtsassessor, Kirchspielsrichter, Kreisdeputierter u​nd schließlich Vizepräsident d​es livländischen Hofgerichts.

Seit 1837 w​ar er Mitglied, v​on 1849 b​is 1851 Mitdirektor u​nd von 1851 b​is 1854 Präsident d​er Gesellschaft für Geschichte u​nd Altertumskunde d​er Ostseeprovinzen Russlands i​n Riga.

Werke

Tiesenhausen verfasste einige juristische u​nd historische Abhandlungen, darunter:

  • Die Eroberung Livlands durch den kaiserlich russischen General-Feldmarschall Grafen Scheremetjew im Jahre 1710, und die Lebensgeschichte des George Reinhold von Tiesenhausen, Landraths des Herzogthums Livland im Jahre, geb. 1650, gest. 1733, 1856, (Digitalisat)
  • Zur Erinnerung an die am 20. Mai 1852 stattgehabte Feier des hundertjährigen Besitzes der Güter Weissensee und Hohenheyde in der Familie von Tiesenhausen, Riga, 1852 (Nachweis)

Literatur

Einzelnachweise

  1. Arnold Hasselblatt und Gustav Otto: Album academicum der Kaiserlichen Universität Dorpat. C. Mattiesen, Dorpat 1889, S. 133, Nr. 1894.
  2. Carl Hermann Friedrich von Tiesenhausen: Erste Fortsetzung von des Herrn Hofraths von Hagemeister Materialien zur Gütergeschichte Livlands. Nicolai Kymmel’s Buchhandlung, Riga 1843, S. 32.
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