Deutsches Familienblatt

Deutsches Familienblatt. Eine illustrierte Wochenschrift erschien v​on 1880 b​is 1882 i​m Verlag v​on J.H. Schorer (Berlin). Ab 1883 w​urde es u​nter dem Namen Schorers Familienblatt. Eine illustrierte Zeitschrift fortgesetzt.[1] Herausgeber w​aren August v​on Eye u​nd J.H. Schorer.[2] 1894 w​urde die letzte eigenständige Nummer veröffentlicht; e​s erschienen n​och weitere Nummern u​nter dem Namen, d​ie aber inhaltlich identisch m​it der Zeitschrift Die Gartenlaube waren, d​ie die Abonnenten übernommen hatte.[3]

Das Deutsche Familienblatt und der Nachfolger Schorers Familienblatt sind Familienzeitschriften wie die heute weitaus bekannteren Zeitschriften Die Gartenlaube oder dessen konservative Konkurrenz Daheim (Zeitschrift); Zeitgenossen beschreiben Schorers Familienblatt als eine "der bekanntesten illustrierten Zeitschriften Norddeutschlands" und als modernes Pendant zur Gartenlaube.[4] Veröffentlicht wurde in Schorers Familienblatt vor allem Literatur, u. a. Romane und Erzählungen von Ilse Frapan, Julius Stinde, Sara Hutzler, Fritz Mauthner und Conrad Ferdinand Meyer. Die Zeitschrift erschien in zwei Ausgaben, in einer Standardausführung im Quartformat und außerdem einer kleineren im Großoktavformat, die Salonausgabe genannt wurde. Nach eigenen Angaben hatte Schorers Familienblatt 1884 75.000 Abonnenten;[5] als die Zeitschrift 1894 eingestellt wurde, waren es 36.000.[3]

Einzelnachweise

  1. https://d-nb.info/012853135 und https://term.museum-digital.de/md-de/tag/tag.php?nodac_version=md-de&tagnum=37063
  2. Dieter Barth: Das Familienblatt - ein Phänomen der Unterhaltungspresse des 19. Jahrhunderts. Beispiele zur Gründungs- und Verlagsgeschichte. In: Archiv für Geschichte des Buchwesens Bd. 15 (1975), 121–316; hier S. 291.
  3. Barth S. 245f.
  4. Der Buchhandel der Gegenwart in seinen verschiedenen Richtungen. In: Hermann Weißbach (Hrsg.): Encyklopädie des gesamten buchhändlerischen Wissens. Weimar: Verlag von Hermann Weißbach 1887-88, S. 262–302, Zitat S. 277.
  5. Zeitungsanzeige im Karlsruher Tageblatt 1884.
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