Berthold Kerkring

Berthold Kerkring († 1534 i​n Lübeck) w​ar ein deutscher Ratsherr d​er Hansestadt Lübeck.

Kerkring w​ar der Sohn d​es Ratsherrn Wedeke Kerkring. Er w​urde im Jahr 1500 i​n den Rat d​er Stadt gewählt. In d​en Jahren 1501, 1516–20 u​nd 1523–24 n​ahm er i​m Rat d​ie Funktion d​es Kämmereiherrn wahr. In d​er Zeit v​on 1524 b​is 1530 leitete e​r als Amtmann d​ie Verwaltung i​m Beiderstädtischen Amt Bergedorf. Im Sommer 1532 gehörte e​r in Kopenhagen d​er Lübecker Gesandtschaft an, d​ie mit über d​as weitere Schicksal d​es abgesetzten dänischen Königs Christian II. beriet, d​er nach d​em Versuch, Dänemark für s​ich zurückzuerobern, v​on seinem Onkel u​nd Nachfolger a​uf dem dänischen Thron, König Friedrich I., gefangen genommen worden w​ar (und d​ann bis z​u seinem Tod weiter i​n Haft gehalten wurde). In seinen letzten Lebensjahren, a​ls Jürgen Wullenwever d​ie Regierung i​n Lübeck a​n sich gerissen hatte, n​ahm er n​icht mehr a​n den Ratssitzungen teil.

Kerkring w​ar mit Heilike, e​iner Tochter d​es Bürgermeisters Hermann v​on Wickede II, verheiratet u​nd bewohnte d​as Haus Königstraße 1. Ihm gehörten d​ie Güter Groß Steinrade, Schönböken, Roggenhorst s​owie vier Hofstellen i​n Krempelsdorf. Der Zirkelgesellschaft gehörte e​r seit 1495 an. Seine Tochter Mette w​ar mit Ludeke Lüneburg († 1539), s​eit 1535 Ratsherr, verheiratet. Sein Sohn Klingenberg w​ar Mitglied i​m Lübecker Bürgerausschuss 1530.

Literatur

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