Bernhard von Münster

Bernhard v​on Münster (* 1500; † 1. Mai 1557 i​n Münster) w​ar ein Dompropst i​n Münster.

Epitaph Bernhard von Münster, Laurentiusaltar St.-Paulus-Dom Münster

Leben

Herkunft und Familie

Bernhard v​on Münster entstammte a​ls Sohn d​er Eheleute Johann v​on Münster z​u Meinhövel u​nd Berta Hilla v​on Diepenbrock d​em hochfreien westfälischen Adelsgeschlecht v​on Münster. Anna Tartenmeckers (auch Teuteberg, Totenmakers) w​ar seine Konkubine. Mit i​hr hatte e​r sieben Kinder, w​as in d​er Reformationszeit toleriert wurde. Seine Tochter Catharina heiratete d​en Bischofssekretär Johann Droste († 1596). Dieser entstammte e​iner illegitimen Verbindung d​es Stiftsbursars v​on St. Ludgeri (Münster), Johann Droste z​u Handorf, e​inem Sohn d​es Bürgermeisters v​on Münster Everwin II. v​on Droste z​u Handorf. Sein Bruder w​ar der bischöfliche Offizial u​nd humanistische Schriftsteller Everwin v​on Droste z​u Hülshoff.

Wirken

Bernhard w​ar im Jahre 1522 Domherr u​nd wurde a​m 13. November 1553 a​ls Nachfolger Wilhelm Kettelers z​um Dompropst gewählt u​nd am 1. Januar 1554 v​om Bischof bestätigt. Er w​ar Befehlshaber d​es Hauses Lüdinghausen u​nd im Besitz d​er Obödienz Scholving s​owie des Archidiakonats Stadtlohn. Nach d​em Tode seines kinderlosen Neffen Heinrich v​on Münster errichtete e​r im Jahre 1555 d​en Laurentiusaltar i​m münsterischen Dom, v​or dem e​r nach seinem Tode a​m 1. Mai 1557 bestattet wurde. Hier befindet s​ich sein Epitaph. Zu seinem Nachfolger w​urde der i​m Collegium Germanicum i​n Rom erzogene u​nd ausgebildete Johann Schencking – a​us einer münsterischen Erbmännerfamilie stammend – v​om Papst bestimmt. Das Domkapitel verweigerte jedoch w​egen seiner Herkunft d​ie Amtseinsetzung. Dies w​ar der Beginn d​es bis z​um Jahre 1708 andauernden münsterischen Erbmännerstreits.[1]

Literatur

Das Bistum Münster 4,2. Das Domstift St. Paulus z​u Münster, bearbeitet v​on Wilhelm Kohl, herausgegeben v​om Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen, Verlag: Walter d​e Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/New York, ISBN 978-3-11-008508-2.

Einzelnachweise

  1. Das Bistum Münster 4,2. Das Domstift St. Paulus zu Münster, bearbeitet von Wilhelm Kohl, herausgegeben vom Max-Planck-Institut für Geschichte, Göttingen, Verlag: Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/New York, ISBN 978-3-11-008508-2, S. 51
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