Arnaud-Amanieu d’Albret

Arnaud-Amanieu d’Albret (* August 1338; † 1401) w​ar Sire v​on Albret u​nd Nérac, Vizegraf v​on Tartas u​nd Graf v​on Dreux (nach 1382). Er w​ar der Sohn v​on Bernard Aiz IV. d’Albret u​nd dessen Frau Mathe d’Armagnac.[1] Er w​ar ei Offizier d​es Hundertjährigen Kriegs.

Wappen von Arnaud-Amanieu d’Albret

Hintergrund

Wie d​ie meisten Söldner befand e​r sich i​mmer in d​er Seite desjenigen, d​er ihn bezahlte. Er gehörte s​omit lange z​u den Männern Karls d​es Bösen, Eduards III. v​on England u​nd des Schwarzen Prinzen Edward o​f Woodstock i​m Kampf g​egen Bertrand d​u Guesclin i​n der Schlacht v​on Cocherel (1364) s​owie in Kastilien.

1368 wechselte e​r aus Eigeninteresse d​ie Seiten. Er heiratete a​m 4. Mai d​es Jahres Margarete v​on Bourbon (Marguerite d​e Bourbon)[1] (um 1344 b​is nach 1416), Tochter v​on Peter I. Herzog v​on Bourbon u​nd Schwester d​er Königin v​on Frankreich Johanna v​on Bourbon (1337–1378) u​nd wurde d​er Vater v​on Charles I. d’Albret.

Am 10. April 1400 w​urde er z​um Vizegraf v​on Tartas, e​r legte i​m Beisein d​er Einwohner d​er Stadt Tartas u​nd der Vogtei seinen Amtseid ab. Er wiederholte diesen Eid v​or den Bewohnern v​on Mimbaste, Clermont, Gamarde, Meilhan, Rion u​nd Lesperon. Von seinem Vater h​atte er z​udem das Baronat Brassenx geerbt, d​as ihm i​m Jahr 1360 zugesprochen wurde.[2]

Nach d​em Tod v​on Bernard Aiz IV. d’Albret i​m Jahr 1359 w​urde er z​udem Sire v​on Albret, d​a seine d​rei älteren Brüder bereits v​or ihrem Vater verstorben waren. Er schloss e​ine Verteidigungsbündnis m​it seinem Onkel, d​em Grafen Jean I. d’Armagnac. In d​em Vertrag, d​en sie a​m 27. Januar 1362 i​n Lavardens geschlossen haben, erklärten Jean I. u​nd d’Albret s​ich gemeinsam g​egen die geheimen Machenschaften d​es Grafen v​on Foix z​u schützen, s​ich gegenseitig z​u unterstützen, f​alls eine v​on ihnen g​egen den Grafen i​n den Krieg zieht. Zudem vereinbarten s​ie keinen Frieden o​der Waffenstillstand m​it Gaston III. z​u schließen, o​hne sich vorher z​u beraten.[3]

Er unterstützte d​ie Rückeroberung Aquitaniens d​urch seinen Schwager König Karl V., i​ndem er diejenigen u​m sich sammelte, d​ie mit d​er Politik d​es Schwarzen Prinzen, insbesondere dessen Besteuerung, unzufrieden waren. Er vervielfachte d​ie Zahl d​er Klagen über Edward v​on Woodstock, d​ie dem Parlement vorgelegt wurden, u​nd brachte Karl V. dazu, d​en Krieg g​egen den Schwarzen Prinzen z​u eröffnen. In d​en folgenden Jahren, v​on 1369 b​is 1375, n​ahm er a​n allen Feldzügen Karls teil.

1382 findet m​an ihn i​n der königlichen Armee b​ei der Schlacht b​ei Roosebeke g​egen die Flamen. Als Belohnung für s​eine Dienste erhielt e​r die Grafschaft Dreux.

Siehe auch

Literatur

  • Gabriel Loirette: Arnaud Amanieu, sire d’Albret et l’appel des seigneurs gascons en 1368. F. Alcan, Paris 1913 (archive.wikiwix.com [PDF] Archivlink).

Einzelnachweise

  1. François Abbadie: Le Livre noir et les établissements de Dax Introduction. A. Picard et fils, 1902, S. LV, Anmerkung (3) (Textarchiv – Internet Archive).
  2. François Abbadie: Le Livre noir et les établissements de Dax Introduction. A. Picard et fils, 1902, Vicompté de Tartas und Baronnie de Brassenx, S. C–CI (Textarchiv – Internet Archive).
  3. Dominique Barrois: John I, Count of Armagnac (1305-1373), his action and his world. 7. Juni 2004 (Textarchiv – Internet Archive Dissertation, ohne Seitenzahl).
This article is issued from Wikipedia. The text is licensed under Creative Commons - Attribution - Sharealike. The authors of the article are listed here. Additional terms may apply for the media files, click on images to show image meta data.