Agnes von Württemberg (1835–1886)

Prinzessin Agnes v​on Württemberg, verh. Pauline Louise Agnes Fürstin Reuß jüngerer Linie (* 13. Oktober 1835 i​n Bad Carlsruhe; † 10. Juli 1886 a​uf Schloß Osterstein b​ei Gera) w​ar ein Mitglied d​es deutschen Hochadels. Unter d​em Pseudonym Angelica Hohenstein w​ar sie z​udem als Schriftstellerin tätig.

Agnes von Württemberg auf einem Stich von August Weger

Leben

Agnes v​on Württemberg w​urde als Tochter d​es Herzogs Eugen v​on Württemberg, e​ines berühmten Feldherrn d​er Befreiungskriege, u​nd der Prinzessin Helene z​u Hohenlohe-Langenburg a​uf Schloss Carlsruhe geboren. Am 6. Februar 1858 heiratete s​ie in Carlsruhe d​en regierenden Fürsten Heinrich XIV. v​on Reuß jüngere Linie, d​as Paar h​atte zwei Kinder:

  1. Heinrich XXVII. (1858–1928); ∞ (11. November 1884 in Langenburg) Prinzessin Elise zu Hohenlohe-Langenburg (* 4. September 1864 in Langenburg; † 18. März 1929 in Gera)
  2. Elisabeth (* 27. Oktober 1859 in Gera; † 23. Februar 1951 auf Schloss Hungen); ∞ (17. November 1887 in Gera) Hermann zu Solms-Braunfels (1845–1900).

Agnes v​on Württemberg gründete zahlreiche Stiftungen u​nd Institute, d​ie ihren Namen trugen, s​o zum Beispiel d​ie Agnes-Schule, e​ine Lehranstalt für weibliche Dienstboten i​n Gera.

Bestattet i​st sie i​n der Fürstlichen Gruft d​er Bergkirche St. Marien i​n Schleiz.[1]

Werke

  • Helene (Erzählung; 1867)
  • Aus schönen Stunden. Acht Bilder (enth.: Fra Giovanni Angelico da Fiesole, Roswitha, Aus Venedig, Eine Waldphantasie, Drei Volkslieder in einem Bilde, Im Hinterstübchen, Die Lilie auf dem Meraner Friedhof, Johann Arnolds Tagebuch; 1878)
  • Der Segen der Grossmutter (Familienbild in zwei Bänden; 1880)

Literatur

  • Ernst Friedrich Lotze: Trauergottesdienste bei der feierlichen Beisetzung der am 10. Juli 1886 selig entschlafenen Durchlauchtigsten Fürstin u. Frau Frau Pauline Louise Agnes regierenden Fürstin j. L. Reuß geb. Herzogin von Württemberg Königl. Hoheit in der Schloßkirche zu Gera-Osterstein abgehalten den 14. Juli 1886. o. V., o. O. 1886.
  • Ludovica Hesekiel: Agnes Fürstin Reuß j.L., geb. Herzogin zu Württemberg: Ein Lebensbild. Mit Portrait. Pöschel & Trepte, Leipzig 1887.
  • Hohenstein, Angelica. In: Sophie Pataky (Hrsg.): Lexikon deutscher Frauen der Feder. Band 1. Verlag Carl Pataky, Berlin 1898, S. 372 (Digitalisat).
  • Franz Brümmer: Lexikon der deutschen Dichter und Prosaisten vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart. Reclam, Leipzig 1913, S. 35f.
  • Elisabeth Friedrichs: Die deutschsprachigen Schriftstellerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts. Ein Lexikon. Metzler, Stuttgart 1981, ISBN 3-476-00456-2, (Repertorien zur deutschen Literaturgeschichte 9), S. 249.

Einzelnachweise

  1. Die Fürstliche Gruft (PDF) bergkirche-schleiz.de. Abgerufen am 16. September 2012.
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